Schwarzer Maca: Herkunft, Sorten und Extrakt 10:1

Maca ist eine Knollenpflanze aus den Hochanden Perus. Es gibt sie in mehreren Farben, und schwarzer Maca ist die seltenste davon. Hier erfährst du, woher Maca kommt, wie sie angebaut und geerntet wird, worin sich die Sorten unterscheiden, was ein Extrakt 10:1 bedeutet und worauf du beim Kauf von Maca-Kapseln achten kannst.

Kurz zusammengefasst

  • Maca (Lepidium meyenii) ist ein Kreuzblütler aus den peruanischen Anden.
  • Sie wächst auf rund 4000 Metern Höhe und wird seit etwa 2000 Jahren angebaut.
  • Gelb, rot und schwarz sind Farbvarianten derselben Pflanze, schwarzer Maca ist am seltensten.
  • Ein Extrakt 10:1 entsteht aus der zehnfachen Menge getrockneter Wurzel.
  • Beim Kauf zählen Sorte, Herkunft, Bio-Anbau, Extraktionsverhältnis und Laborprüfung.

Herkunft: Maca aus den Anden

Maca (Lepidium meyenii, auch Lepidium peruvianum) gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist damit verwandt mit Kresse, Raps und Senf. Ihre Heimat ist das Hochland der peruanischen Anden, vor allem die Regionen Junín und Pasco. Dort wächst sie auf rund 4000 Metern, wo kaum eine andere Nutzpflanze gedeiht: mit Nachtfrost, starker Sonne und viel Wind.

Verwendet wird die Knolle, die etwa so groß wird wie ein Radieschen oder eine kleine Rübe. In Peru ist sie seit rund 2000 Jahren ein Grundnahrungsmittel. Sie wird getrocknet, gekocht oder gebacken, zu süßem Brei verarbeitet oder zu einem gegorenen Getränk. Wegen ihres Rufs wird Maca manchmal „peruanischer Ginseng“ genannt, mit Ginseng ist sie aber nicht verwandt.

Anbau und Ernte

Gesät wird Maca zu Beginn der Regenzeit, geerntet etwa acht bis neun Monate später. Nach der Ernte trocknen die Knollen traditionell mehrere Wochen unter freiem Himmel, tagsüber in der Sonne, nachts im Frost. Maca entzieht dem Boden viele Nährstoffe, deshalb braucht ein Feld nach der Ernte mehrere Jahre Pause.

Gelber, roter und schwarzer Maca

Maca-Knollen gibt es in mehreren Farben: cremegelb, rot, lila, grau und schwarz. Es handelt sich um dieselbe Pflanzenart, die Farbe sitzt in der Schale. Gelber Maca macht den größten Teil der Ernte aus, schwarzer Maca nur einen kleinen. Untersuchungen zeigen, dass sich die Farbvarianten in der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe unterscheiden. Als Pulver sehen sie dagegen fast gleich aus, deshalb sollte die Sorte auf der Packung stehen.

Was steckt in Maca?

Getrocknete Maca besteht zum größten Teil aus Kohlenhydraten, dazu kommen Eiweiß, Ballaststoffe und wenig Fett. Wie andere Kreuzblütler enthält sie Glucosinolate. Typisch für Maca sind außerdem zwei Stoffgruppen, die sonst kaum vorkommen: die Macamide und die Macaene. Der Geschmack ist erdig, malzig und leicht nussig.

Maca-Pulver, gelatiniert oder Extrakt 10:1?

FormWas dahintersteckt
Maca-Pulvergetrocknete, gemahlene Knolle
Gelatiniertes Pulvervor dem Mahlen erhitzt, die Stärke ist aufgeschlossen
Extrakt 10:1mit Wasser ausgezogen und eingeengt

Das Verhältnis 10:1 bedeutet: Für 1 kg Extrakt werden 10 kg getrocknete Maca-Wurzel verarbeitet. 500 mg Extrakt entsprechen damit 5000 mg Wurzel. Maca-Pulver wird meist in Mengen von 3 bis 9 g am Tag verwendet. Ein Extrakt bringt eine vergleichbare Menge in eine Kapsel, ohne den kräftigen Eigengeschmack.

Worauf du beim Kauf achten kannst

  • Die Sorte ist genannt, also gelb, rot oder schwarz, und nicht nur „Maca“.
  • Die Herkunft ist Peru und auf der Packung angegeben.
  • Die Rohware stammt aus kontrolliert biologischem Anbau, mit Bio-Kontrollnummer.
  • Bei Extrakten stehen Extraktionsverhältnis und Menge pro Kapsel auf der Packung.
  • Jede Charge wird im Labor geprüft.
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Maca und Wirkversprechen

Maca wird im Internet oft als Mittel für Lust, Hormone oder Leistung beworben. Für Maca ist in der EU aber keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen, deshalb machen wir dazu keine Aussagen. Bei Ignite bezieht sich die einzige zugelassene Angabe auf das enthaltene Vitamin C aus Acerola: Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Häufige Fragen zu schwarzem Maca

Ist schwarzer Maca eine eigene Pflanze?

Nein. Schwarzer, gelber und roter Maca gehören zur selben Art, Lepidium meyenii. Sie unterscheiden sich in der Farbe der Knolle und in der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe.

Ist Maca mit Ginseng verwandt?

Nein. Der Spitzname „peruanischer Ginseng“ kommt von ihrem Ruf, botanisch hat Maca mit Ginseng nichts zu tun.

Ist Ignite bio?

Ja. Maca und Acerola stammen aus kontrolliert biologischem Anbau, Kontrollstelle DE-ÖKO-039. Der Maca kommt aus Peru.

Wie schmeckt Maca?

Erdig, malzig und leicht nussig. In Kapseln mit Extrakt schmeckst du davon nichts.

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.