Maca-Kapseln und eine Schale Maca-Pulver neben einem aufgeschlagenen Notizbuch auf einem hellen Tisch, Symbolbild für Nebenwirkungen und Sicherheit von Maca

Maca Nebenwirkungen: was bekannt ist und wann kein Maca

Übersicht
    Maca · Sicherheit und Verträglichkeit

    Maca Nebenwirkungen: was bekannt ist und wann kein Maca

    ✍️ Soheil Daneshvar · Aktualisiert 2026 · ⏱️ 15 Min. Lesezeit

    Wichtig vorweg

    Dieser Artikel fasst den Stand der Forschung zusammen und ersetzt keine ärztliche Beratung. Maca ist ein Lebensmittel, die Daten zur Sicherheit als Nahrungsergänzung stammen aber aus wenigen, kurzen Studien. In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Schilddrüsenerkrankungen, hormonabhängigen Erkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme gehört die Einnahme vorab ärztlich besprochen. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder am Hals nach der Einnahme ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

    In Studien mit Erwachsenen wurde Maca in Mengen von etwa 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich über bis zu 16 Wochen gut vertragen, Nebenwirkungen traten selten und meist nicht häufiger auf als unter Placebo. Berichtet werden vor allem leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl, außerdem in Erfahrungsberichten Unruhe, Schlafprobleme bei abendlicher Einnahme und Hautunreinheiten. Kein Maca sollte ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Schilddrüsenerkrankungen, bei hormonabhängigen Erkrankungen wie Brustkrebs, Endometriose oder Myomen, bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten sowie von Kindern und Jugendlichen. Zur Sicherheit einer Einnahme über viele Monate oder Jahre gibt es keine Studiendaten.

    Auf vielen Produktseiten wird Maca als völlig unbedenkliches Naturprodukt beschrieben. Das stimmt nur zum Teil. Maca ist ein traditionelles Lebensmittel aus den Anden und wurde in den bisherigen Studien gut vertragen. Diese Studien waren aber klein und kurz, und sie haben bestimmte Gruppen von vornherein ausgeschlossen, etwa Schwangere oder Menschen mit Vorerkrankungen.

    Genau für diese Gruppen ist die Frage nach den Nebenwirkungen am wichtigsten. Dazu kommt, dass in Peru traditionell die gekochte Knolle gegessen wird, während hierzulande vor allem rohes Pulver, gelatiniertes Pulver und konzentrierte Extrakte in Kapseln verkauft werden. Wie gut sich die traditionelle Erfahrung auf diese Formen übertragen lässt, ist offen.

    Dieser Artikel zeigt, was über die Verträglichkeit von Maca bekannt ist, welche Beschwerden auftreten können, wann besser kein Maca eingenommen werden sollte, welche Wechselwirkungen denkbar sind und woran sich ein sicheres Produkt erkennen lässt. Einen allgemeinen Überblick über Maca und die Studienlage bietet der Beitrag zur Maca-Wirkung.

    Die kurze Antwort

    Für gesunde Erwachsene gilt Maca in üblichen Mengen nach heutigem Stand als gut verträglich. Häufigste Beschwerden sind leichte Magen-Darm-Probleme. Weil die Studien aber klein und kurz sind und bestimmte Gruppen ausgeschlossen haben, gibt es klare Situationen, in denen Maca nur nach ärztlicher Rücksprache oder gar nicht eingenommen werden sollte.

    Diese Einordnung ist wichtig, weil zwei Fehler gleichermaßen verbreitet sind. Der eine ist, Maca als völlig risikolos darzustellen. Der andere ist, Maca wegen unbelegter Schreckensmeldungen grundsätzlich zu verteufeln. Die Wahrheit liegt dazwischen und hängt stark davon ab, wer Maca in welcher Form einnimmt.

    Studien

    Gut verträglich

    In Studien mit 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich über bis zu 16 Wochen traten selten Nebenwirkungen auf.

    Häufigste Beschwerden

    Magen und Darm

    Blähungen, Völlegefühl und Übelkeit, vor allem bei rohem Pulver und auf nüchternen Magen.

    Vorsicht

    Klare Risikogruppen

    Schwangerschaft, Stillzeit, Schilddrüse, hormonabhängige Erkrankungen, Medikamente, Kinder.

    Wissenslücke

    Langzeitdaten fehlen

    Zur Einnahme über viele Monate oder Jahre gibt es keine Studien.

    Was Studien zur Verträglichkeit zeigen

    Die kontrollierten Studien zu Maca umfassten meist 14 bis 60 Teilnehmende über 6 bis 16 Wochen, in Mengen von etwa 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich. In keiner dieser Studien traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf, und die berichteten Beschwerden waren meist nicht häufiger als in der Placebogruppe. Übersichtsarbeiten bewerten die Datenlage zur Sicherheit als begrenzt.

    Wer sich mit der Sicherheit von Maca beschäftigt, stößt immer wieder auf dieselben Studien. Sie wurden ursprünglich durchgeführt, um mögliche Wirkungen zu untersuchen, etwa auf Lust, Stimmung oder Spermienqualität. Die Erfassung von Nebenwirkungen war dabei ein Nebenaspekt.

    Studie Teilnehmende Menge und Dauer Verträglichkeit
    Gonzales und Kollegen, 2002 Gesunde Männer 1,5 und 3 g täglich, 12 Wochen Keine relevanten Nebenwirkungen berichtet
    Brooks und Kollegen, 2008 14 Frauen nach der Menopause 3,5 g täglich, 6 Wochen Gut vertragen, keine Hormonveränderungen
    Stojanovska und Kollegen, 2015 29 Frauen nach der Menopause 3,3 g täglich, 6 Wochen Gut vertragen, leicht niedrigerer unterer Blutdruckwert
    Dording und Kollegen, 2015 45 Frauen unter Antidepressiva 3 g täglich, 12 Wochen Gut vertragen, Nebenwirkungen vergleichbar mit Placebo
    Gonzales-Castañeda und Kollegen, 2016 Erwachsene in großer Höhe in Peru 3 g roter oder schwarzer Maca täglich, 12 Wochen Gut vertragen, keine schwerwiegenden Nebenwirkungen

    Was diese Studien nicht abdecken

    Die gute Verträglichkeit in Studien ist ein beruhigendes Signal. Sie hat aber Grenzen, die bei der Einordnung wichtig sind.

    Grenze 1

    Kurze Dauer

    Die längsten Studien liefen über etwa 3 bis 4 Monate. Viele Menschen nehmen Maca aber über deutlich längere Zeiträume ein. Für diese Einnahmedauer gibt es keine kontrollierten Daten.

    Grenze 2

    Gesunde Teilnehmende

    In die Studien wurden überwiegend gesunde Erwachsene aufgenommen. Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme waren in der Regel ausgeschlossen.

    Grenze 3

    Kleine Gruppen

    Mit 14 bis 60 Teilnehmenden lassen sich seltene Nebenwirkungen nicht erkennen. Eine Nebenwirkung, die bei 1 von 1.000 Menschen auftritt, würde in solchen Studien mit hoher Wahrscheinlichkeit übersehen.

    Grenze 4

    Pulver statt Extrakt

    Die meisten Studien verwendeten Maca-Pulver. Konzentrierte Extrakte enthalten bestimmte Inhaltsstoffe in höherer Menge pro Kapsel. Ob sich die Verträglichkeit von Pulver direkt auf Extrakte übertragen lässt, ist nicht untersucht.

    Was das für die Einordnung bedeutet

    Für gesunde Erwachsene, die Maca in üblichen Mengen über einige Wochen bis Monate einnehmen, gibt es keine Hinweise auf ernste Risiken. Für alle Situationen, die in den Studien nicht abgebildet waren, gilt dagegen: Fehlende Hinweise auf Risiken sind kein Beleg für Sicherheit. Deshalb sind die Hinweise im Abschnitt Wann kein Maca wichtig.

    Mögliche Nebenwirkungen von Maca

    Am häufigsten berichtet werden leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Bauchgrummeln und Übelkeit. In Erfahrungsberichten kommen Unruhe, Schlafprobleme bei abendlicher Einnahme, Kopfschmerzen und Hautunreinheiten hinzu. Diese Beschwerden sind meist mild und klingen nach Reduktion der Menge oder Absetzen ab.

    Weil die Studien nur wenige Nebenwirkungen erfasst haben, stammen viele Angaben zu möglichen Beschwerden aus Erfahrungsberichten. Diese sind wichtig, um ein Gefühl für mögliche Reaktionen zu bekommen, lassen aber keinen sicheren Rückschluss zu, ob Maca die Ursache war.

    Beschwerde Herkunft der Angabe Was hilft
    Blähungen, Völlegefühl, Bauchgrummeln Studien und Erfahrungsberichte Zu einer Mahlzeit einnehmen, Menge reduzieren, gelatiniertes Pulver oder Kapseln
    Übelkeit Erfahrungsberichte Nicht auf nüchternen Magen einnehmen
    Unruhe, Herzklopfen Erfahrungsberichte Menge reduzieren, nicht mit viel Koffein kombinieren
    Schlafprobleme Erfahrungsberichte Einnahme auf morgens oder mittags verlegen
    Kopfschmerzen Erfahrungsberichte Menge reduzieren, bei Anhalten absetzen
    Hautunreinheiten Erfahrungsberichte Beobachten, bei deutlicher Verschlechterung absetzen
    Zyklusveränderungen Vereinzelte Erfahrungsberichte Absetzen und bei Anhalten gynäkologisch abklären lassen

    Magen-Darm-Beschwerden

    Maca ist eine stärkereiche Knolle. In roher Form ist diese Stärke für manche Menschen schwer verdaulich, was Blähungen, Völlegefühl oder ein Grummeln im Bauch auslösen kann. In Peru wird Maca traditionell gekocht gegessen, und nach traditioneller Überlieferung gilt rohe Maca als schwer bekömmlich. Gelatiniertes Pulver, bei dem die Stärke durch Erhitzen aufgeschlossen wurde, und Extrakte in Kapseln gelten deshalb als besser verträglich.

    Unruhe und Schlafprobleme

    Viele Menschen nehmen Maca, weil sie sich mehr Energie wünschen. Manche berichten umgekehrt über innere Unruhe, Herzklopfen oder Einschlafprobleme, vor allem wenn sie Maca am späten Nachmittag oder Abend einnehmen oder mit viel Kaffee kombinieren. Eine Verlegung auf den Morgen löst das Problem in vielen Fällen. Wer anhaltendes Herzrasen oder Herzstolpern bemerkt, sollte Maca absetzen und die Beschwerden ärztlich abklären lassen.

    Haut und Zyklus

    Einzelne Erfahrungsberichte schildern Hautunreinheiten oder Veränderungen des Zyklus nach Beginn der Einnahme. Ein Zusammenhang ist nicht belegt, und gerade Haut und Zyklus schwanken auch ohne äußeren Einfluss. Wer solche Veränderungen bemerkt, kann Maca für einige Wochen absetzen und beobachten, ob sie sich zurückbilden. Halten Zyklusveränderungen an, gehören sie unabhängig von Maca gynäkologisch abgeklärt.

    Aus dem rewake-Shop

    Ignite, Bio schwarzer Maca 10:1 mit Vitamin C

    Bio-zertifizierter schwarzer Maca als Extrakt in veganen Kapseln, ohne Magnesiumstearat, kombiniert mit Vitamin C aus Acerola. Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. 120 Kapseln.

    Ansehen

    Woher die Beschwerden kommen

    Die meisten Beschwerden durch Maca lassen sich auf 3 Faktoren zurückführen: die schwer verdauliche Stärke der rohen Knolle, die Glucosinolate, die Maca mit Senf, Kohl und Rettich gemeinsam hat, und die Qualität des Produkts. Konzentrierte Extrakte und Produkte unklarer Herkunft bringen eigene Fragen mit sich.

    Maca ist botanisch ein Kreuzblütler, also ein Verwandter von Brokkoli, Kohl, Senf und Rettich. Viele Eigenschaften, die man von diesen Gemüsen kennt, gelten auch für Maca, von der Verdaulichkeit bis zu bestimmten Inhaltsstoffen. Das hilft, mögliche Nebenwirkungen besser einzuordnen.

    Was in Maca steckt

    Getrocknete Maca besteht überwiegend aus Kohlenhydraten, vor allem Stärke, dazu kommen Ballaststoffe, rund 10 Prozent Eiweiß sowie Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Für die Diskussion um Wirkungen und Nebenwirkungen interessanter sind Stoffe, die nur in kleinen Mengen vorkommen.

    Inhaltsstoff Was er ist Bedeutung für die Verträglichkeit
    Stärke Hauptbestandteil der Knolle Roh schwer verdaulich, kann Blähungen und Völlegefühl auslösen
    Ballaststoffe Unverdauliche Pflanzenfasern Bei empfindlichem Darm und plötzlich hoher Menge Blähungen möglich
    Glucosinolate Schwefelhaltige Pflanzenstoffe, typisch für Kreuzblütler Können in größeren Mengen den Magen reizen und die Jodaufnahme der Schilddrüse beeinflussen
    Macamide und Macaene Fettähnliche Stoffe, die bisher nur in Maca gefunden wurden Werden mit möglichen Wirkungen in Verbindung gebracht, Sicherheitsdaten zu isolierten Mengen fehlen
    Alkaloide und Sterole Weitere sekundäre Pflanzenstoffe In üblichen Mengen keine bekannten Probleme

    Glucosinolate: der Senf-Effekt

    Glucosinolate sind die Stoffe, die Senf und Rettich ihre Schärfe geben. Sie selbst sind weitgehend harmlos. Werden die Pflanzenzellen aber verletzt, etwa beim Zerkleinern oder Kauen, setzt ein pflanzeneigenes Enzym sie in sogenannte Isothiocyanate um. Diese können in größeren Mengen die Schleimhaut von Magen und Darm reizen.

    Ein Teil der Abbauprodukte kann außerdem die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse hemmen. Bei normaler Jodversorgung und üblichen Mengen gilt das als unproblematisch, ähnlich wie bei Kohl und Brokkoli. Bei Jodmangel oder bestehenden Schilddrüsenerkrankungen ist dagegen Vorsicht angebracht. Mehr dazu im Abschnitt Maca und Schilddrüse.

    Wichtig ist: Durch Erhitzen wird das umwandelnde Enzym weitgehend zerstört. Gekochte Maca enthält deshalb deutlich weniger aktive Abbauprodukte als rohe. Das ist ein Grund, warum die traditionelle Zubereitung in Peru immer das Kochen einschließt.

    Stärke und Ballaststoffe

    Rohe Stärke ist für den menschlichen Darm schwer abbaubar. Gelangt sie in größerer Menge in den Dickdarm, wird sie dort von Bakterien vergoren. Dabei entstehen Gase, die Blähungen und Völlegefühl verursachen. Wer erstmals mehrere Gramm rohes Maca-Pulver auf einmal einnimmt, bemerkt das häufig in den ersten Tagen.

    Ein langsamer Einstieg mit kleinerer Menge, die Einnahme zu einer Mahlzeit und der Wechsel auf gelatiniertes Pulver oder Kapseln mit Extrakt lösen dieses Problem in den meisten Fällen.

    Konzentrierte Extrakte

    Extrakte werden hergestellt, indem bestimmte Inhaltsstoffe aus der Knolle herausgelöst und konzentriert werden. Ein Extrakt im Verhältnis 10:1 bedeutet, dass für 1 Teil Extrakt 10 Teile getrocknete Wurzel verwendet wurden. Stärke und Ballaststoffe sind dabei meist deutlich reduziert, was die Verträglichkeit für den Magen verbessern kann.

    Gleichzeitig ist nicht genau bekannt, welche Inhaltsstoffe in welchem Ausmaß angereichert werden. Das hängt vom Herstellungsverfahren ab und unterscheidet sich zwischen Anbietern. Deshalb gilt bei Extrakten besonders: Die Verzehrempfehlung auf der Packung sollte nicht überschritten werden.

    Verunreinigungen und Qualität

    Ein Teil der möglichen Risiken liegt im Produkt selbst und weniger in der Pflanze. Wie bei vielen Pflanzenpulvern können Rückstände von Schwermetallen aus dem Boden, Pestizidrückstände oder mikrobielle Verunreinigungen vorkommen. Seriöse Anbieter lassen ihre Ware deshalb auf solche Stoffe prüfen.

    Ein besonderes Problem betrifft Produkte, die mit Potenz- oder Lustversprechen im Internet verkauft werden. Behörden finden in solchen Produkten immer wieder nicht deklarierte Arzneistoffe, etwa Wirkstoffe aus der Gruppe der Potenzmittel. Diese können gefährliche Wechselwirkungen auslösen, besonders mit Herzmedikamenten. Maca-Produkte mit auffälligen Wirkversprechen aus unbekannten Quellen sollten deshalb gemieden werden.

    Woran ein seriöses Produkt erkennbar ist

    Klare Angaben zu Herkunft, Sorte und Verarbeitung, eine Bio-Zertifizierung, eine nachvollziehbare Verzehrempfehlung, ein Hersteller mit Adresse in der EU und keine Heilversprechen. Viele seriöse Anbieter stellen Prüfberichte zu Schwermetallen und Mikrobiologie auf Nachfrage zur Verfügung. Mehr dazu im Abschnitt Qualität und Verunreinigungen und im Beitrag Maca kaufen.

    Aus dem rewake-Shop

    NovaMood, SAMe-Kapseln

    S-Adenosylmethionin, kurz SAMe, ist eine Verbindung, die der Körper selbst bildet. 60 Kapseln à 200 mg SAMe für 2 Monate.

    Ansehen

    Roh, gelatiniert oder Extrakt: was besser verträglich ist

    Rohes Maca-Pulver verursacht am ehesten Magen-Darm-Beschwerden, weil Stärke und Glucosinolate unverändert enthalten sind. Gelatiniertes Pulver wurde vor dem Trocknen erhitzt und gilt als besser verträglich, ähnlich wie die traditionell gekochte Knolle. Extrakte in Kapseln enthalten weniger Stärke, ihre genaue Zusammensetzung hängt aber vom Herstellungsverfahren ab.

    Die Darreichungsform beeinflusst die Verträglichkeit von Maca stärker als die Farbe der Knolle. Wer zu Beschwerden neigt, kann mit der Wahl der Form viel erreichen.

    Form Herstellung Verträglichkeit Zu beachten
    Rohes Pulver Getrocknet und gemahlen, ohne Erhitzen Am ehesten Blähungen und Völlegefühl Langsam einsteigen, zu einer Mahlzeit einnehmen
    Gelatiniertes Pulver Vor dem Trocknen erhitzt, Stärke aufgeschlossen Gilt als besser verträglich Kommt der traditionellen Zubereitung am nächsten
    Extrakt in Kapseln Inhaltsstoffe herausgelöst und konzentriert Weniger Stärke, oft gut verträglich Verzehrempfehlung genau einhalten
    Gekochte Knolle Traditionelle Zubereitung in Peru Seit Jahrhunderten als Lebensmittel verzehrt Hierzulande kaum erhältlich

    Warum die traditionelle Erfahrung nur bedingt hilft

    Ein häufiges Argument für die Unbedenklichkeit von Maca lautet, dass die Knolle in Peru seit Jahrhunderten gegessen wird. Das ist richtig und ein wichtiger Hinweis. Die traditionelle Verwendung unterscheidet sich aber in mehreren Punkten von der Einnahme als Nahrungsergänzung.

    In Peru wird Maca gekocht, als Brei, Getränk oder Teil von Mahlzeiten verzehrt. Die Mengen schwanken, und die Knolle ist Teil einer ganz anderen Ernährung. Rohes Pulver, konzentrierte Extrakte und die tägliche Einnahme über Monate als Nahrungsergänzung sind dagegen moderne Verwendungsformen, für die es keine vergleichbare Erfahrung gibt.

    Praktische Tipps für bessere Verträglichkeit

    Tipp 1

    Langsam einsteigen

    In der ersten Woche mit der halben Menge beginnen und erst dann steigern, wenn keine Beschwerden auftreten.

    Tipp 2

    Zu einer Mahlzeit einnehmen

    Auf nüchternen Magen treten Übelkeit und Magenreizungen häufiger auf. Ein Frühstück oder Mittagessen als Begleitung verbessert die Verträglichkeit.

    Tipp 3

    Die Form wechseln

    Wer rohes Pulver schlecht verträgt, kann auf gelatiniertes Pulver oder Kapseln umsteigen.

    Tipp 4

    Nicht am Abend

    Wer Unruhe oder Einschlafprobleme bemerkt, verlegt die Einnahme auf den Morgen oder Mittag.

    Wann kein Maca eingenommen werden sollte

    Auf Maca-Präparate verzichten sollten Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche. Nur nach ärztlicher Rücksprache gilt bei Schilddrüsenerkrankungen, hormonabhängigen Erkrankungen wie Brust-, Gebärmutter-, Eierstock- oder Prostatakrebs, Endometriose und Myomen, bei laufender Kinderwunschbehandlung, bei niedrigem Blutdruck, bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten.

    Diese Liste wirkt lang. Sie bedeutet nicht, dass Maca in all diesen Situationen gefährlich ist. Sie bedeutet, dass es für diese Gruppen keine ausreichenden Daten gibt, um die Einnahme als unbedenklich einzustufen. In solchen Fällen ist die vorsichtige Haltung die richtige.

    Situation Empfehlung Grund
    Schwangerschaft Verzichten Keine Daten zur Sicherheit, hormoneller Einfluss nicht sicher ausgeschlossen
    Stillzeit Verzichten Keine Daten zum Übergang in die Muttermilch
    Kinder und Jugendliche Verzichten Keine Daten, Präparate nicht für diese Altersgruppe vorgesehen
    Schilddrüsenerkrankungen Nur nach ärztlicher Rücksprache Glucosinolate können die Jodaufnahme beeinflussen
    Hormonabhängige Krebserkrankungen Nur nach ärztlicher Rücksprache Hormoneller Einfluss nicht sicher ausgeschlossen
    Endometriose, Myome Nur nach ärztlicher Rücksprache Hormonempfindliche Erkrankungen
    Laufende Kinderwunschbehandlung Nur nach Rücksprache mit der behandelnden Praxis Mögliche Beeinflussung der Behandlung ungeklärt
    Niedriger Blutdruck oder Blutdruckmittel Nur nach ärztlicher Rücksprache In einer Studie leicht gesenkter unterer Blutdruckwert
    Schwere Leber- oder Nierenerkrankungen Nur nach ärztlicher Rücksprache Keine Daten zur Verarbeitung der Inhaltsstoffe
    Bekannte Senfallergie Vorsicht, ärztlich abklären Maca gehört wie Senf zu den Kreuzblütlern
    Regelmäßige Medikamenteneinnahme Nur nach Rücksprache in Praxis oder Apotheke Wechselwirkungen kaum untersucht

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Für Maca als Nahrungsergänzung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Studien zur Sicherheit. Die traditionelle Verwendung in Peru, wo gekochte Maca als Nahrungsmittel auch von Schwangeren gegessen wird, ist kein Ersatz für solche Daten, zumal sich Form und Menge von Kapseln und Extrakten deutlich unterscheiden.

    Weil zudem ein Einfluss auf das Hormonsystem nicht sicher ausgeschlossen ist, lautet die Empfehlung eindeutig: In Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Maca-Präparate verzichtet werden. Wer Maca eingenommen hat, bevor eine Schwangerschaft bekannt wurde, sollte das bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung ansprechen, ohne sich unnötig zu sorgen.

    Kinder und Jugendliche

    Für Kinder und Jugendliche gibt es keine Daten zur Wirkung oder Sicherheit von Maca. Gerade in der Pubertät, in der sich das Hormonsystem entwickelt, ist Zurückhaltung bei Präparaten mit unklarem hormonellem Profil angebracht. Maca-Präparate sind für diese Altersgruppe nicht vorgesehen.

    Maca und Schilddrüse

    Maca enthält wie alle Kreuzblütler Glucosinolate, deren Abbauprodukte in größeren Mengen die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse hemmen können. Bei normaler Jodversorgung und üblichen Mengen gilt das als unproblematisch. In einer Studie mit Frauen nach der Menopause veränderten sich die Schilddrüsenwerte unter Maca nicht. Bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen oder Jodmangel sollte Maca trotzdem nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

    Die Frage nach Maca und der Schilddrüse wird häufig gestellt, und sie ist berechtigt. Die Schilddrüse braucht Jod, um ihre Hormone zu bilden. Bestimmte Stoffe aus Kreuzblütlern konkurrieren mit Jod um die Aufnahme in die Schilddrüse. Diese Stoffe werden als strumigen bezeichnet, also als Stoffe, die bei ungünstigen Bedingungen eine Vergrößerung der Schilddrüse begünstigen können.

    Wie relevant das ist

    Bei normaler Jodversorgung spielt dieser Effekt für Gemüse wie Kohl, Brokkoli oder Rettich in üblichen Mengen keine Rolle. Für Maca dürfte Ähnliches gelten, gezielte Studien fehlen allerdings. In der Studie von Stojanovska und Kollegen mit 29 Frauen nach der Menopause veränderten sich TSH und andere Schilddrüsenwerte unter 3,3 g Maca täglich über 6 Wochen nicht.

    Anders kann es bei Menschen mit Jodmangel, bei einer bestehenden Unterfunktion, bei Schilddrüsenknoten oder einer Hashimoto-Thyreoiditis aussehen. Hier fehlen Daten, und schon kleine Einflüsse könnten eine Rolle spielen. Rohes Pulver enthält mehr aktive Glucosinolat-Abbauprodukte als gelatiniertes Pulver oder gekochte Maca.

    Bei Schilddrüsenerkrankungen

    Wer Schilddrüsenhormone einnimmt oder wegen einer Schilddrüsenerkrankung in Behandlung ist, sollte Maca nur nach Rücksprache einnehmen. Falls die Einnahme beginnt, ist eine Kontrolle des TSH-Werts nach einigen Wochen sinnvoll. Typische Zeichen einer veränderten Schilddrüsenfunktion sind Müdigkeit, Frieren oder Gewichtszunahme bei Unterfunktion sowie Unruhe, Herzklopfen und Schwitzen bei Überfunktion.

    Maca bei hormonabhängigen Erkrankungen

    In den unabhängigen Studien veränderte Maca die gemessenen Hormone wie Östrogen, FSH, LH und Testosteron nicht. Trotzdem ist ein hormoneller Einfluss nicht sicher ausgeschlossen, weil die Studien klein und kurz waren und einzelne Untersuchungen mit einem speziellen Präparat Hormonveränderungen berichteten. Bei hormonabhängigen Erkrankungen sollte Maca deshalb nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

    Maca wird häufig als Mittel für den Hormonhaushalt beworben. Genau das macht die Frage nach der Sicherheit bei hormonabhängigen Erkrankungen wichtig. Wenn ein Produkt tatsächlich hormonell wirken würde, wäre das für Menschen mit solchen Erkrankungen relevant. Wenn es nicht hormonell wirkt, ist die Werbung irreführend.

    Die Datenlage spricht bisher eher gegen eine nennenswerte hormonelle Wirkung. In der Studie von Brooks und Kollegen mit Frauen nach der Menopause und in der Studie von Stojanovska und Kollegen veränderten sich Östrogen, FSH, LH und das Transporteiweiß SHBG nicht. Auch in mehreren Studien mit Männern blieb der Testosteronspiegel unverändert. Wie die Hormonfrage für Frauen im Einzelnen aussieht, beschreibt der Beitrag Maca Wirkung bei Frauen.

    Betroffene Erkrankungen

    Gruppe 1

    Hormonabhängige Krebserkrankungen

    Brustkrebs, Gebärmutterkörperkrebs und Eierstockkrebs bei Frauen sowie Prostatakrebs bei Männern, auch in der Vorgeschichte und besonders unter laufender Antihormontherapie. Hier sollte jedes Nahrungsergänzungsmittel mit dem onkologischen Team abgestimmt werden.

    Gruppe 2

    Gutartige hormonempfindliche Erkrankungen

    Endometriose und Myome reagieren auf Östrogen. Auch wenn kein Einfluss von Maca belegt ist, sollte die Einnahme mit der gynäkologischen Praxis besprochen werden.

    Gruppe 3

    Hormontherapien und Kinderwunschbehandlung

    Wer Hormone einnimmt, etwa zur Verhütung, in den Wechseljahren oder im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung, sollte Maca nur nach Rücksprache ergänzen, weil mögliche Wechselwirkungen nicht untersucht sind.

    Aus dem rewake-Shop

    Forever Young, NMN-Pulver

    Nicotinamid-Mononukleotid, kurz NMN, als reines Pulver mit 99,8 % Reinheit. 30 g zur flexiblen Dosierung.

    Ansehen

    Wechselwirkungen mit Medikamenten

    Wechselwirkungen zwischen Maca und Medikamenten sind kaum untersucht. Bekannte, belegte Wechselwirkungen gibt es bisher nicht, theoretisch denkbar sind sie bei Hormonpräparaten, Schilddrüsenmedikamenten und Blutdruckmitteln. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte Maca vorab in der Praxis oder Apotheke ansprechen.

    Das Fehlen belegter Wechselwirkungen ist kein Beleg für deren Abwesenheit. Es bedeutet lediglich, dass sie nicht systematisch untersucht wurden. Die folgende Übersicht zeigt, bei welchen Medikamentengruppen eine Abstimmung besonders sinnvoll ist.

    Medikamentengruppe Mögliche Überlegung Empfehlung
    Hormonelle Verhütung, Hormontherapie in den Wechseljahren Hormoneller Einfluss von Maca nicht sicher ausgeschlossen Vorab ärztlich besprechen
    Antihormontherapie bei Krebs Mögliche Beeinflussung der Therapie ungeklärt Nur nach Abstimmung mit dem onkologischen Team
    Schilddrüsenhormone Glucosinolate können die Schilddrüse beeinflussen Vorab besprechen, TSH-Kontrolle nach einigen Wochen
    Blutdrucksenkende Mittel In einer Studie leicht gesenkter unterer Blutdruckwert Blutdruck beobachten, ärztlich besprechen
    Antidepressiva In einer Studie mit Frauen unter Antidepressiva gut vertragen Trotzdem vorab ärztlich besprechen
    Gerinnungshemmer Keine Daten Vorab in Praxis oder Apotheke besprechen
    Medikamente gegen Diabetes Keine Daten zu Einflüssen auf den Blutzucker Blutzucker beobachten, ärztlich besprechen

    Andere Nahrungsergänzungsmittel

    Maca wird häufig mit anderen pflanzlichen Präparaten kombiniert, etwa mit Ashwagandha, Ginseng oder Tribulus. Für solche Kombinationen gibt es keine Daten zur Sicherheit. Wer mehrere Präparate gleichzeitig einnimmt, sollte bei neuen Beschwerden zunächst alle absetzen und dann einzeln wieder beginnen, um die Ursache zu finden. Mehr zu Ashwagandha steht im Beitrag zum Ashwagandha.

    Vor Operationen und Untersuchungen

    Vor geplanten Operationen, Narkosen und vor Blutuntersuchungen von Hormonwerten sollten alle Nahrungsergänzungsmittel angegeben werden, auch Maca. Die behandelnde Praxis entscheidet dann, ob eine Pause sinnvoll ist. Das gilt grundsätzlich für alle pflanzlichen Präparate.

    Sichere Dosierung und Dauer

    In Studien wurden 1,5 bis 3,5 g Maca-Pulver täglich über 6 Wochen bis 4 Monate gut vertragen. Eine offizielle Höchstmenge gibt es nicht. Für Extrakte gilt die Verzehrempfehlung des Herstellers, die nicht überschritten werden sollte. Zur Einnahme über viele Monate oder Jahre fehlen Daten, ebenso zu der Frage, ob regelmäßige Pausen sinnvoll sind.

    Weil es keine amtlich festgelegte Höchstmenge für Maca gibt, bieten die Studienmengen die beste Orientierung. Sie markieren den Bereich, in dem Erfahrungen zur Verträglichkeit vorliegen.

    Studie Tägliche Menge Dauer
    Gonzales und Kollegen, 2001 1,5 oder 3 g Pulver 4 Monate
    Gonzales und Kollegen, 2002 1,5 oder 3 g Pulver 12 Wochen
    Brooks und Kollegen, 2008 3,5 g Pulver 6 Wochen
    Stojanovska und Kollegen, 2015 3,3 g Pulver 6 Wochen
    Dording und Kollegen, 2015 3 g Pulver 12 Wochen
    Gonzales-Castañeda und Kollegen, 2016 3 g Pulver 12 Wochen

    Mehr ist nicht besser

    Einige Anbieter empfehlen Mengen von 5 g oder mehr täglich. Für solche Mengen gibt es weder Belege für einen zusätzlichen Nutzen noch Daten zur Sicherheit. Höhere Mengen erhöhen vor allem die Wahrscheinlichkeit von Magen-Darm-Beschwerden. Wer Maca einnimmt, bleibt deshalb am besten im Bereich der Studienmengen oder bei der Verzehrempfehlung auf der Packung.

    Wie lange einnehmen?

    Die längste Studie lief über 4 Monate. Für längere Zeiträume gibt es keine kontrollierten Daten. Sinnvoll ist es, nach 2 bis 3 Monaten Bilanz zu ziehen: Hat sich das ursprüngliche Anliegen verändert? Sind Beschwerden aufgetreten? Wenn kein Unterschied spürbar ist, spricht wenig für eine Fortsetzung.

    Braucht Maca Pausen?

    Im Internet wird häufig empfohlen, Maca im Wechsel einzunehmen, etwa 3 Wochen Einnahme und 1 Woche Pause. Für diese Empfehlung gibt es keine Studien. Sie kann trotzdem ein vernünftiger Kompromiss sein, um nach einer Pause zu prüfen, ob sich etwas verändert hat und ob Beschwerden verschwinden. Eine Pflicht ist sie nicht.

    Pulver

    1,5 bis 3,5 g täglich

    Der Bereich, für den Erfahrungen aus Studien vorliegen.

    Extrakt

    Laut Packung

    Die Verzehrempfehlung des Herstellers nicht überschreiten.

    Dauer

    Bilanz nach 2 bis 3 Monaten

    Die längste Studie lief über 4 Monate, Langzeitdaten fehlen.

    Pausen

    Nicht belegt

    Können sinnvoll sein, um die eigene Reaktion zu prüfen.

    Qualität und Verunreinigungen

    Ein Teil der möglichen Risiken liegt in der Qualität des Produkts. Pflanzenpulver können Schwermetalle aus dem Boden, Pestizidrückstände oder mikrobielle Verunreinigungen enthalten. Seriöse Anbieter geben Herkunft und Verarbeitung an, lassen ihre Ware prüfen und stellen die Ergebnisse auf Nachfrage zur Verfügung. Produkte mit auffälligen Potenzversprechen aus unbekannten Quellen sollten gemieden werden.

    Bei Nahrungsergänzungsmitteln gibt es in der EU keine Zulassung vor dem Verkauf. Für die Sicherheit ist der Hersteller verantwortlich, und die Lebensmittelüberwachung kontrolliert stichprobenartig. Deshalb lohnt der Blick auf einige Qualitätsmerkmale.

    Merkmal Worauf achten Warum es wichtig ist
    Herkunft Angabe des Anbaugebiets, typischerweise das Hochland von Junín in Peru Nachvollziehbare Lieferkette
    Bio-Zertifizierung EU-Bio-Logo mit Kontrollstellennummer Geringeres Risiko für Pestizidrückstände
    Prüfberichte Analysen auf Schwermetalle und Mikrobiologie auf Nachfrage verfügbar Sicherheit vor Verunreinigungen
    Verarbeitung Angabe, ob roh, gelatiniert oder Extrakt, bei Extrakten das Verhältnis Einschätzung der Verträglichkeit und Menge
    Hersteller Verantwortliches Unternehmen mit Adresse in der EU Ansprechpartner und Haftung nach EU-Recht
    Werbeaussagen Keine Heilversprechen, keine Potenzgarantien Seriosität und Rechtskonformität

    Schwermetalle

    Pflanzen nehmen Mineralstoffe aus dem Boden auf, darunter auch Schwermetalle wie Blei und Cadmium, wenn der Boden sie enthält. Für Nahrungsergänzungsmittel gelten in der EU gesetzliche Höchstgehalte für Blei, Cadmium und Quecksilber. Wer auf geprüfte Ware achtet, minimiert dieses Risiko. Wer Maca über längere Zeit einnimmt, sollte auf diesen Punkt besonders achten.

    Produkte mit Potenzversprechen

    Ein ernstzunehmendes Risiko betrifft Produkte, die mit Wirkversprechen zu Potenz oder Lust im Internet verkauft werden, oft aus Ländern außerhalb der EU. Behörden finden in solchen Präparaten immer wieder nicht deklarierte Arzneistoffe. Diese können Nebenwirkungen und gefährliche Wechselwirkungen auslösen, etwa einen starken Blutdruckabfall in Kombination mit nitrathaltigen Herzmedikamenten. Für Maca sind Aussagen zu Potenz oder Lust in der EU nicht zulässig. Ein Produkt, das solche Versprechen macht, ist ein Warnsignal.

    Wie sich gute Maca-Produkte im Detail erkennen lassen, beschreibt der Beitrag Maca kaufen.

    Aus dem rewake-Shop

    Ignite, Bio schwarzer Maca 10:1 mit Vitamin C

    Bio-zertifizierter schwarzer Maca-Extrakt im Verhältnis 10:1, vegane Kapseln ohne Magnesiumstearat. Vitamin C aus Acerola trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. 120 Kapseln.

    Ansehen

    Wann Maca abgesetzt werden sollte

    Maca sollte abgesetzt werden bei Anzeichen einer allergischen Reaktion, bei anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden trotz geringerer Menge, bei Herzrasen oder Herzstolpern, bei deutlicher Unruhe oder Schlafstörungen, bei Zyklusveränderungen und bei jeder neuen Beschwerde, die zeitlich mit dem Beginn der Einnahme zusammenfällt. Bei Atemnot oder Schwellungen im Gesicht ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

    Die meisten Beschwerden durch Maca sind mild und verschwinden nach dem Absetzen innerhalb weniger Tage. Einige Zeichen sollten aber nicht abgewartet werden.

    Sofort den Notruf 112 wählen bei

    • Atemnot, Engegefühl im Hals oder pfeifender Atmung nach der Einnahme.
    • Schwellungen von Lippen, Zunge, Gesicht oder Hals.
    • Plötzlichem Kreislaufversagen, starkem Schwindel oder Ohnmacht.

    Maca absetzen und ärztlich abklären lassen bei

    • Hautausschlag, Juckreiz oder Quaddeln nach Beginn der Einnahme.
    • Herzrasen oder Herzstolpern, das nicht von selbst abklingt.
    • Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder hellem Stuhl, wie bei jedem Präparat ein mögliches Zeichen einer Leberbelastung.
    • Zyklusveränderungen wie Zwischenblutungen oder Blutungen nach der Menopause.
    • Deutlichen Stimmungsveränderungen, starker Unruhe oder anhaltenden Schlafstörungen.
    • Anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden, die auch nach Reduktion der Menge nicht verschwinden.

    Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117.

    Wie die Ursache gefunden wird

    Wer mehrere Präparate gleichzeitig einnimmt und neue Beschwerden bemerkt, sollte zunächst alle absetzen. Sind die Beschwerden verschwunden, können die Präparate einzeln im Abstand von einigen Tagen wieder begonnen werden. So lässt sich erkennen, welches Präparat die Beschwerden auslöst. Bei ernsten Beschwerden wird das betreffende Präparat dauerhaft weggelassen.

    Wann ein Arzttermin sinnvoll ist

    Ein ärztliches Gespräch ist vor der Einnahme sinnvoll, wenn eine der Situationen aus dem Abschnitt Wann kein Maca zutrifft. Nach Beginn der Einnahme ist ein Termin angebracht, wenn Beschwerden auftreten, die nicht nach wenigen Tagen abklingen oder die über leichte Magen-Darm-Probleme hinausgehen.

    Für das Gespräch hilft eine kurze Liste: Produktname und Form, tägliche Menge, Beginn der Einnahme, Art und Beginn der Beschwerden sowie alle weiteren Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Am einfachsten ist es, die Packung mitzunehmen.


    Häufige Fragen

    Hat Maca Nebenwirkungen?

    In Studien mit Erwachsenen wurde Maca in Mengen von 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich über 6 Wochen bis 4 Monate gut vertragen, Nebenwirkungen waren selten und meist nicht häufiger als unter Placebo. Am häufigsten werden leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl berichtet. Erfahrungsberichte nennen außerdem Unruhe, Schlafprobleme bei abendlicher Einnahme und Hautunreinheiten.

    Wann sollte man kein Maca nehmen?

    Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche sollten auf Maca-Präparate verzichten. Nur nach ärztlicher Rücksprache gilt bei Schilddrüsenerkrankungen, hormonabhängigen Erkrankungen wie Brust-, Gebärmutter-, Eierstock- oder Prostatakrebs, Endometriose und Myomen, bei laufender Kinderwunschbehandlung, bei niedrigem Blutdruck, bei schweren Leber- oder Nierenerkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme.

    Kann Maca Magenprobleme verursachen?

    Ja, das ist die häufigste Beschwerde. Rohes Maca-Pulver enthält viel schwer verdauliche Stärke und Glucosinolate, die in größeren Mengen den Magen reizen können. Hilfreich sind ein langsamer Einstieg mit kleinerer Menge, die Einnahme zu einer Mahlzeit und der Wechsel auf gelatiniertes Pulver oder Kapseln mit Extrakt.

    Kann Maca Schlafprobleme verursachen?

    Manche Menschen berichten über Unruhe oder Einschlafprobleme, vor allem bei Einnahme am späten Nachmittag oder Abend oder in Kombination mit viel Kaffee. In Studien wurde das nicht systematisch erfasst. Eine Verlegung der Einnahme auf den Morgen oder Mittag löst das Problem in vielen Fällen.

    Ist Maca schädlich für die Schilddrüse?

    Maca enthält wie alle Kreuzblütler Glucosinolate, deren Abbauprodukte in größeren Mengen die Jodaufnahme der Schilddrüse hemmen können. Bei normaler Jodversorgung und üblichen Mengen gilt das als unproblematisch, in einer Studie veränderten sich die Schilddrüsenwerte nicht. Bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen oder Jodmangel sollte Maca nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

    Beeinflusst Maca die Hormone?

    In den unabhängigen Studien veränderten sich Östrogen, FSH, LH, SHBG und Testosteron unter Maca nicht. Ein hormoneller Einfluss ist trotzdem nicht sicher ausgeschlossen, weil die Studien klein und kurz waren. Bei hormonabhängigen Erkrankungen und unter Hormontherapien sollte Maca deshalb nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

    Darf ich Maca in der Schwangerschaft nehmen?

    Nein. Für Maca als Nahrungsergänzung in Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine Daten zur Sicherheit, und ein hormoneller Einfluss ist nicht sicher ausgeschlossen. Die traditionelle Verwendung der gekochten Knolle in Peru ersetzt keine Sicherheitsdaten. Wer Maca vor Bekanntwerden einer Schwangerschaft eingenommen hat, sollte das bei der nächsten Vorsorge ansprechen.

    Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?

    Belegte Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt, sie wurden aber auch kaum untersucht. Theoretisch denkbar sind sie bei Hormonpräparaten, Antihormontherapien, Schilddrüsenmedikamenten und Blutdruckmitteln. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte Maca vorab in der Praxis oder Apotheke ansprechen.

    Wie viel Maca ist zu viel?

    Eine offizielle Höchstmenge gibt es nicht. In Studien wurden 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich gut vertragen. Für deutlich höhere Mengen fehlen Belege für einen Nutzen und Daten zur Sicherheit, die Wahrscheinlichkeit von Magen-Darm-Beschwerden steigt. Bei Extrakten gilt die Verzehrempfehlung des Herstellers, die nicht überschritten werden sollte.

    Kann man Maca jeden Tag nehmen?

    In den Studien wurde Maca täglich über 6 Wochen bis 4 Monate eingenommen und gut vertragen. Für längere Zeiträume fehlen Daten. Sinnvoll ist eine Bilanz nach 2 bis 3 Monaten. Pausen sind nicht durch Studien belegt, können aber helfen, die eigene Reaktion zu überprüfen.

    Ist roher oder gelatinierter Maca besser verträglich?

    Gelatinierter Maca gilt als besser verträglich. Er wird vor dem Trocknen erhitzt, wodurch die Stärke aufgeschlossen und das Enzym zerstört wird, das Glucosinolate in reizende Abbauprodukte umwandelt. Das entspricht eher der traditionellen Zubereitung, bei der Maca in Peru immer gekocht wird.

    Wann sollte ich Maca absetzen?

    Bei Hautausschlag, Juckreiz, Herzrasen, Gelbfärbung von Haut oder Augen, Zyklusveränderungen, deutlichen Stimmungsveränderungen und anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden sollte Maca abgesetzt und ärztlich abgeklärt werden. Bei Atemnot oder Schwellungen von Lippen, Zunge oder Hals ist sofort der Notruf 112 zu wählen.


    Fazit

    Maca ist für gesunde Erwachsene in üblichen Mengen nach heutigem Stand gut verträglich. In Studien mit 1,5 bis 3,5 g Pulver täglich über 6 Wochen bis 4 Monate traten Nebenwirkungen selten auf. Die häufigsten Beschwerden betreffen Magen und Darm und lassen sich durch einen langsamen Einstieg, die Einnahme zu einer Mahlzeit und die Wahl von gelatiniertem Pulver oder Kapseln meist gut vermeiden.

    Die Datenlage hat aber klare Grenzen. Die Studien waren klein und kurz, und Schwangere, Stillende, Kinder sowie Menschen mit Vorerkrankungen waren nicht beteiligt. Deshalb sollten diese Gruppen auf Maca verzichten oder die Einnahme ärztlich abstimmen, besonders bei Schilddrüsenerkrankungen, hormonabhängigen Erkrankungen und regelmäßiger Medikamenteneinnahme.

    Ein Teil der Risiken liegt im Produkt selbst. Herkunft, Bio-Zertifizierung, Prüfberichte und der Verzicht auf Heilversprechen sind die wichtigsten Merkmale eines seriösen Produkts. Bei allergischen Reaktionen, Herzrasen oder anhaltenden Beschwerden gilt: absetzen und ärztlich abklären lassen.

    Weiterlesen im rewake-Magazin

    Quellen und weiterführende Information

    1. Gonzales GF et al.: Lepidium meyenii (Maca) improved semen parameters in adult men, Asian Journal of Andrology, 2001.
    2. Gonzales GF et al.: Effect of Lepidium meyenii (Maca) on sexual desire and its absent relationship with serum testosterone levels in adult healthy men, Andrologia, 2002.
    3. Brooks NA et al.: Beneficial effects of Lepidium meyenii (Maca) on psychological symptoms and measures of sexual dysfunction in postmenopausal women are not related to estrogen or androgen content, Menopause, 2008.
    4. Stojanovska L et al.: Maca reduces blood pressure and depression, in a pilot study in postmenopausal women, Climacteric, 2015.
    5. Dording CM et al.: A double-blind placebo-controlled trial of maca root as treatment for antidepressant-induced sexual dysfunction in women, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2015.
    6. Gonzales-Castañeda C et al.: Red maca and black maca in adults living at low and high altitudes, Food and Chemical Toxicology, 2016.
    7. Gonzales GF: Ethnobiology and ethnopharmacology of Lepidium meyenii (Maca), a plant from the Peruvian highlands, Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2012.
    8. Verordnung (EU) 2023/915 über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln.
    9. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel sowie Verordnung (EU) Nr. 432/2012.
    Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die dargestellten Informationen geben den Stand der wissenschaftlichen Diskussion wieder und stellen keine gesundheitsbezogenen Aussagen im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 dar. Für Maca existieren in der EU keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben. Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche sollten auf Maca-Präparate verzichten. Bei Schilddrüsenerkrankungen, hormonabhängigen Erkrankungen, laufender Kinderwunschbehandlung, niedrigem Blutdruck, schweren Leber- oder Nierenerkrankungen und bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme gehört die Einnahme vorab ärztlich besprochen. Bei Atemnot oder Schwellungen von Lippen, Zunge, Gesicht oder Hals ist sofort der Notruf 112 zu wählen, außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117. Medikamente sollten niemals eigenmächtig abgesetzt oder verändert werden. Die Angaben zu Vitamin C sind nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassene Angaben und beziehen sich auf die normale Nährstoffversorgung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Rewake kommuniziert bewusst ohne Heilversprechen.